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Vilhelm Hammershøi im Kunsthaus Zürich

Autorenbild: Martina Nommsen
Martina Nommsen
1. Okt.
1 Min. Lesezeit

„Ich bin zutiefst überzeugt,

dass ein Bild den besten Effekt

im farblichen Sinne erzielt,

je weniger Farben es hat“


äusserte Vilhelm Hammershøi 1907 und verwies damit bereits auf das innere Wesen seiner gemalten Werke, die sich durch eine reduzierte, fast monochrom wirkende Farbigkeit auszeichnen.


Es ist diese Nicht-Farbigkeit, die nicht nur die Werke des Künstlers auszeichnet, sondern auch die Farbgestaltung der Ausstellung im Kunsthaus Zürich. Sorgfältig ausgewählte Wandfarben unterstreichen den intimen Charakter der Bildwerke.

Die Ausstellung erstreckt sich durch mehrere Räume im Erdgeschoss des Moser-Baus und zieht sich durch die gemütlichen Kabinette im hinteren Teil des Gebäudes. Der geplanten Besuchendenführung durch die verschiedenen Säle ist nicht immer ganz leicht zu folgen.


Insbesondere der erste Ausstellungsraum beeindruckt durch die stimmige Komposition von Wandfarbe in Dialog mit den intimen Innenräumen Hammershøis und ist für mich der aussagekräftigste Saal, der die künstlerische Strahlkraft betont. Im Vergleich wirkt die kuratierte Werkauswahl in den folgenden Säle eher mittelmässig. Nur wenige Arbeiten ziehen die Blicke auf sich.



Insbesondere die herrschaftlich anmutenden Interieur-Darstellungen können nicht an die stimmigen Innenraum-Kompositionen des ersten Saals heranreichen und wirken durch die gemalte Architektur perspektivisch leicht verzerrt.


Eines der Highlights war allerdings Hammershøis Hofecke, die mich unerwartet und direkt überzeugt hat, insbesondere durch die warme Lichtpoesie.


Vielleicht auch in Hinblick darauf, dass sie mich an die Stallecke der dänischen Künstlerin Anna Ancher erinnert, die sich im Museum Kunst der Westküste auf Föhr befindet.


Vilhelm Hammershøi

Maler des Stillen Klangs


03.07.-25.10.2026

Kunsthaus Zürich

 
 
 

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